Verringerung der Emissionen flüchtiger Gase in bestehenden Erdgasanalyseanlagen

steam methane reforming process

Wie man die Effizienz von Erdgasgeräten steigert und gleichzeitig die Nachhaltigkeitsziele auf Kurs hält

Das branchenübergreifende Engagement zur Minimierung flüchtiger Gasemissionen hat den wachsenden Bedarf an einer Anpassung bestehender Erdgas-Probenahmesysteme im Hinblick auf Effizienz und Umweltverträglichkeit deutlich gemacht. Wir schlagen Änderungen vor, insbesondere an Systemen zur Messung kritischer Parameter wie Wasser- und Kohlenwasserstoff-Taupunkte (Wdp und HCdp). Diese Änderungen zielen darauf ab, die Effizienz von Erdgas-Messsystemen zu steigern und gleichzeitig die Ziele der ökologischen Nachhaltigkeit zu erreichen.

Warum liegt der Schwerpunkt auf der Reduzierung flüchtiger Gasemissionen?

Flüchtige Gasemissionen – insbesondere Methan (CH4) – stellen aufgrund der starken Treibhausgaswirkung von Methan ein erhebliches Umweltproblem dar. In Branchen, die mit Erdgas arbeiten, werden die folgenden Hauptgründe für die Minimierung dieser Emissionen anerkannt:

    1. Eindämmung des Klimawandels: Methan ist etwa 25-mal wirksamer als Kohlendioxid, wenn es darum geht, Wärme über einen Zeitraum von 100 Jahren zu speichern. Durch die Reduzierung der Methanemissionen spielt die Industrie eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung des Klimawandels.

    2. Umweltverantwortung: Die Reduzierung von Emissionen ist ein Zeichen für aktives Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz und hilft Unternehmen, gesetzliche Vorschriften einzuhalten und gleichzeitig ihr öffentliches Image zu verbessern.

    3. Ressourceneffizienz: Durch die Minimierung flüchtiger Emissionen wird wertvolles Erdgas eingespart, sodass mehr davon bei den Verbrauchern ankommt und die Ressourcennutzung verbessert wird.

    4. Wirtschaftliche Vorteile: Die Umsetzung energieeffizienter Verfahren kann zu Kosteneinsparungen und betrieblicher Effizienz führen und gleichzeitig die wachsende Nachfrage nach saubereren Energiequellen decken.

Vorgeschlagene Änderungen an Erdgas-Probenahmesystemen

Viele Erdgas-Probenahmesysteme arbeiten mit unabhängigen Messkanälen und kontinuierlichen Durchflussprozessen, was zu einer Verschwendung von Gas führt. Durch eine Anpassung der Durchflusskonfiguration kann die Menge des verbrauchten und als Emissionen ausgestoßenen Erdgases erheblich reduziert werden, ohne die Systemleistung zu beeinträchtigen.

Die vorgeschlagenen Änderungen beinhalten die Modifizierung des Gasflusses durch Taupunktsensoren, die in Reihe geschaltet werden, wobei der Gesamtleitungsdruck für die Messung des Wassertaupunkts und die krikondenthermischen Bedingungen für die Messung des Kohlenwasserstofftaupunkts verwendet werden. Dies ermöglicht diskontinuierliche Probenflüsse und reduziert den Gasverbrauch während jedes Messzyklus.

Zusätzlich kann durch die Verkleinerung der Probentransportleitungen und die Optimierung der Filtersysteme die Gasflussgeschwindigkeit aufrechterhalten werden, während die benetzte Oberfläche minimiert wird, wodurch das Volumen des bei der Probenahme verlorenen Gases reduziert wird. Bei Erdgas in Übertragungsqualität bietet der Austausch von Filtern mit kontinuierlichem Durchfluss durch Filter mit manueller Entleerung eine weitere Möglichkeit, den Gasverbrauch zu begrenzen.

Was ist der Grund für die Änderungen?

Diese Modifikationen zielen auf den unnötigen kontinuierlichen Gasfluss ab, der in der Regel zu Abgasemissionen führt. Durch die Messung mehrerer Parameter aus einem einzigen Strom und die Verwendung kleinerer Rohre können die verlorene Transportzeit und das Gasvolumen minimiert werden, was zu einem effizienteren Probenahmeprozess führt. Durch die Aufrechterhaltung der Gasgeschwindigkeit durch kleinere Rohre und die Optimierung des Filtersystems wird sichergestellt, dass die dynamische Reaktion des Analysators auf Änderungen der Gasbedingungen erhalten bleibt.

Die Beseitigung des kontinuierlichen Bypass-Flusses aus Koaleszenzfiltern kann die Emissionen bei Anwendungen, bei denen die Flüssigkeitsfiltration nicht kritisch ist, weiter reduzieren. Wenn jedoch Kondensation ein Problem darstellt, kann es dennoch notwendig sein, eine gewisse Filtration mit einem Bypass aufrechtzuerhalten.

Welche Auswirkungen wird diese Reduzierung der Emissionen haben?

Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen kann der Erdgasverbrauch während der Probenahme von den typischen Werten (5 Nl/min) auf viel niedrigere Werte (z. B. 0,6 Nl/min) gesenkt werden, wodurch die diffusen Gasemissionen erheblich reduziert werden. Alle vorgeschlagenen Änderungen müssen zusammen angewendet werden, da das Weglassen einer Änderung dem Gesamtziel der Emissionsreduzierung zuwiderlaufen kann.

Während die Industrie daran arbeitet, die globalen Emissionsziele zu erreichen, bieten diese praktischen Änderungen einen Weg zur Reduzierung der Umweltbelastung, ohne die betriebliche Effizienz zu beeinträchtigen.

Flüchtige Gasemissionen, die oft als „unsichtbare Lecks“ bezeichnet werden, können einen erheblichen Teil der Treibhausgase ausmachen, die bei der Erdgasförderung und dem Transport freigesetzt werden. Selbst in gut gewarteten Systemen können sich winzige Lecks an Ventilen, Anschlüssen und Geräten wie Erdgasanalysatoren im Laufe der Zeit zu erheblichen Emissionen summieren. Durch die proaktive Beseitigung dieser Lecks können Betreiber die Umweltbelastung verringern und die Effizienz steigern.

Moderne Überwachungssysteme, darunter optische Gasbildgebung und Gasanalysatoren mit verbesserten Dichtungstechnologien, spielen eine entscheidende Rolle bei der Erkennung und Minimierung flüchtiger Emissionen. Tatsächlich können laut aktuellen Studien durch die Umsetzung regelmäßiger Programme zur Erkennung und Reparatur von Lecks (LDAR) die Emissionen um bis zu 60 % gesenkt werden – ein Gewinn für den Planeten und die Betriebskosten.

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